Unser Verein

Vereins – Chronik

100 Jahre Vereinsgeschichte

 

In unserer modernen und schnelllebigen Zeit bedeutet es schon etwas besonderes, wenn ein Verein seinen 100. Geburtstag feiern kann.

Kriege und Krisen sind zu überstehen und mancher Verein kommt dabei ins stolpern. Dem Fleiß und dem Idealismus der Mitglieder ist es zu verdanken, dass wir heute mit den zahlreichen Brudervereinen diesen Tag würdigen können.

 

Folgende Zeilen werden einigen Aufschluss über die Tätigkeit unseres Vereins in den 100 Jahren geben können.

 

In den Jahren 1907 bis 1910 fanden sich Damen und Herren von den katholischen Vereinen in St. Leonhard- Schweinau zu einer Theater - Spielgruppe zusammen, die es sich zur Aufgabe machten, für den oben genannten Verein zu spielen.

Am 20. Dezember 1910 kam es dann nach einer Theaterprobe zur offiziellen Gründung des „ DRAMATISCHEN CLUB, ST. LEONHARD SCHWEINAU“ im Leonhardspark. Gründungsvorstand war Jakob Steiner. Ein Jahr später zählte der Verein bereits 45 Mitglieder. Es wurden hohe Anforderungen an dieselben gestellt, da jeden Samstag und Sonntag Theateraufführungen getätigt wurden. 1914 wurde der Anschluss an den „ Verband deutscher Theatervereine“ bestätigt. Während des ersten Weltkrieges, musste sich aber der Verein, wie so viele andere auch, schlafen legen.

1919 konnte wieder an eine offizielle Arbeit gedacht werden. In der Bilanz stellte der Vorstand fest, dass trotz der schweren Zeit die Mitgliederstärke auf 61 Personen angewachsen war.

Den Leistungen der Mitglieder war es zu verdanken. Dass der DC an der Spitze der Nürnberger Theatervereine stand. Im Jahre 1921 zählte der Verein bereits 83 Mitglieder. Infolge der schlechten wirtschaftlichen Lage in den Jahren 1926/27, war der Verein fast nicht in der Lage, irgendwelche Aufführungen zu Tätigen. Der Mitgliederstand war auf 33 Personen herabgesunken. Damals war man fast gezwungen, sich einem größeren Verein anzuschließen. Die Mitgliederversammlung 1927 konnte dies aber in letzter Sekunde verhindern. 1929 war auch diese schwere Zeit überwunden.

Der 30. Januar 1930 aber war der schwärzeste Tag in der Vereinsgeschichte des DC. Gründungs- und Ehrenvorstand Jakob Steiner schloss für immer seine Augen. Nur ihm durften wir es verdanken, dass der heutige Verein, trotz Namen- und Zieländerung in seiner heutigen Größe und Aktivitäten weiter besteht.

 

Am 28. Juli 1932 wurde die Schuhplattlerabteilung gegründet. Dieser Tag hat für den Verein eine große Bedeutung gewonnen. 1934 wurde der Verein dem „ Reichsbund für Volkstum und Heimat“ angeschlossen. Man kam mehr und mehr auf die Richtung der Trachtenvereine. Es wurden immer öfters „ Oberbayerische Heimatabende“ abgehalten.

Mit dem Beginn des zweiten Weltkrieges, mussten leider wieder die Vereinstätigkeit erheblich eingeschränkt werden. Ein Jahr nach Kriegsende konnte wieder eine vollwertige Arbeit geleistet werden. Nachdem sich der Verein mehr und mehr der Trachtensache widmete, kam die Verwaltung zu dem Entschluss, um Aufnahme in der „ Vereinigung links der Donau“ nachzusuchen. Am 2. Oktober 1959 war es dann soweit. In der Jahreshauptversammlung der Vereinigung wurde unser Verein in die Reihen der Bayerischen Volks- und Gebirgstrachtenvereine aufgenommen. Allerdings war damit die Namensänderung zum heutigen Verein verknüpft.

Der 20. Mai 1950 wurde im Kreis der Mitglieder als 40. Stiftungsfest begangen. 1951 wurde von den Mitgliedern die Beschaffung einer Fahne angeregt. Nur durch große finanzielle Opfer von seitens der Mitglieder konnte die Anschaffung der Fahne ermöglicht werden. In würdigem Rahmen wurde am 27./ 28. Juni 1953 im Leonhardspark unsere Fahnenweihe gefeiert.

Der Happurger Trachtenverein bat uns im Jahr 1955, doch bei seiner Fahnenweihe Pate zu sein. Diesem Ruf sind wir gefolgt. Auch dort wurde wieder, wie schon so oft, bewiesen, dass die Zusammenarbeit der Trachtenvereine nur Nutzen bringen und somit der Öffentlichkeit unsere Brauchtumsarbeit am besten kundgetan wird.

Im Jahre 1957 legte der bisherige 1. Vorstand Hans Steiner seine Funktion nieder, als sein Nachfolger wurde sein Bruder Josef Steiner bestimmt.

Der Heimat- und Volkstrachtenverein Gochsheim trat 1962, mit der Bitte an den Verein, er möge die Patenschaft übernehmen.

Im Jahre 1960 feierte man im großen Stil unser 50 jähriges Gründungsfest, im Saalbau der Gaststätte „ Leonhardspark“. Viele Trachtenvereine aus nah und fern nahmen an dem Festzug teil, es war ein großes Erlebnis.

Das 55 jährige Gründungsfest wurde im kleinen Kreis mit den Patenvereinen abgehalten.

1968 besuchte der Verein das „ Internationale Trachtentreffen“ in Bliesransbach bei Saarbrücken. Das Vereinsgeschehen wurde bis Ende des Jahres 1968 in oberbayerischer Gebirgstracht getätigt.

Ende des Jahres 1968 legte der Verein diese ab und besann sich seiner fränkischen Heimat. Man legte sich die fränkische Volkstracht zu und erlernte fränkische Volkstänze.

Im Jahre 1970 konnten wir das 60 jährige Vereinsjubiläum im Saalbau Turnerheim veranstalten. Zu dieser Feier wurden Brudervereine aus dem Raum Nürnberg eingeladen. Zum Aufbau einer Jugendgruppe wurde sehr viel getan, die mit Volkstänzen, Volksliedern, Volksmusik und Mundartgedichten ihren Beitrag für unsere „ Fränkische Brauchtumsarbeit“ leisteten.

Im kleinen Kreis, mit unseren Patenvereinen feierten unsere Mitglieder unser 65 jähriges Vereinsbestehen. Die brauchtumsbezogene Arbeit hegte und pflegte man emsig im Verein, auch wenn die Mitgliederzahl mal auf, mal ab ging.

Am 27. September 1980 feierte man im Gesellschaftshaus Gartenstadt unseren 70 jährigen Geburtstag.

Nach 25 Jahren als 1. Vorstand, legte Josef Steiner sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder, stand mit Rat und Tat dem Verein zur Seite. 1983 nahm Stefan Pitzinger das Amt des 1. Vorstandes an.

1985 war ein schweres Jahr für unseren Verein, am 2.Mai verstarben unsere Fahnenmutter Lissi Steiner und unser Ehrenvorstand Fritz Halbig. Doch sind die Wunden noch so groß, mit der Zeit verheilen alle Wunden. Im Herbst 1985 feierte man im Bernhardsaal unser 75 jähriges Vereinsbestehen. Am 1. November, wurde unser langjähriges Mitglied Lisl Steiner als neue Fahnenmutter gewählt.

Unseren 80 jährigen Geburtstag feierten wir dann am 15. September 1990, es wurde ein großes Fest. 1994, am 18. August verstarb unser Ehrenvorstand Josef Steiner. Ein Mitglied, dass von Kindesbeinen an, die Entstehung des Vereines miterleben durfte.

September 1995 feierte man im kleinen Kreis unser 85 jähriges Bestehen.

Am 27. Juni 1998 verstarb dann unser 1. Vorstand Stefan Pitzinger in St. Sigmund (Tirol - Österreich).

Von da an legte man die Geschicke des Vereins Hans- Georg Hager als 1. Vorstand in die Hände.

Der Verein hat sich das Ziel gesetzt, das Gelernte der breiten Masse vor Augen zu führen, um dieselben für das

„ Fränkische“ zu begeistern.

 Wenn sich weiter Männer, Frauen und Jugendliche finden, die unsere Ziele und Ideale weiter zu verfolgen, ist es uns um den Verein nicht bang. Wir leben in der Gegenwart und arbeiten für die Zukunft ohne dabei die Vergangenheit zu vergessen.